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Lumen_2015

Neues aus dem Ich übereigne mich der Kirche von Schlägl und verspreche Bekehrung meines Lebens TEXT // H. Prior Lukas Die Stiftskirche ist zum Fest des hl. Augustinus voll. Viele Verwandte, Freunde, unserem Stift nahestehende Menschen und alle Schlägler Mitbrüder sind versammelt und feiern den Professgottesdienst mit fr. Vitus und fr. Jeremia. Diese beiden versprechen in aller Öffentlichkeit vor Gott und den Mitbrüdern, ein Leben nach den evangelischen Räten in der Gemeinschaft von Schlägl zu führen. fr. Vitus bindet sich für drei Jahre, fr. Jeremia für ewig und gehört nun mit allen Rechten und Pflichten zu den Kapitularen von Schlägl. Wer sein Leben nach den evangelischen Räten ausrichtet, meint damit, sein ganzes Leben, seine ganze Kraft in den Dienst Gottes an den Menschen zu stellen. Die Klostergemeinschaft ist Heimat, Gabe und Aufgabe zugleich. Wir freuen uns und sind glücklich, dass fr. Jeremia und fr. Vitus bei uns Heimat gefunden haben, sie mit uns auf der lebenslangen Gottsuche sind und ihre reichen Begabungen in unsere Gemein- schaft einbringen. fr. Vitus studiert seit Oktober in Tübingen kath. Theologie, fr. Jeremia ist Assistent an der Uni Graz und promoviert im Fach Neutestamentliche Bibeltheologie. fr. Vitus und fr. Jeremia > KONVENT < BELEUCHTET Zwei Aussagen aus der Predigt von Abt Martin Felhofer: „Lieber Vitus! Du hast in deinen eineinhalb Jahren in Schlägl erfahren, wie wichtig es für jeden Einzelnen ist, dass er spürt: Ich darf durch meine Einmaligkeit ein lebendiger Baustein sein in der Gemeinschaft und wir alle sind getragen von Christus, dem lebendigen Eckstein. Deshalb sind das gemeinsame Gebet und die Eucharistie die tägliche Quelle, aus der Kraft strömt und uns Halt gibt.“ „Lieber Jeremia! Du versprichst bei der Profess ‚Bekehrung des Lebens‘. Wie beim Propheten Jeremia ist Bekehrung nicht zuerst unser Tun, sondern Gott kehrt sich uns zu; er macht die Profess auf uns, er verspricht sich uns. Bekehrung ist nie folgenlos. Sie wird immer die Beziehung zu Gott und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen betreffen. Sie möchte immer Neues schaffen. Das Ziel ist die Erneuerung des Lebens.“ Konvent 2015 – 6 –


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