Page 7

Lumen_2015

> KONVENT < Fragen an H. Matthäus anlässlich Priesterweihe und Primiz TEXT // H. Prior Lukas Stift Schlägl trauert um H. Michael Am Mittwoch, 29. Juli 2015, verstarb unser Mitbruder H. Michael Enzenhofer im 90. Lebensjahr. H. Michael wurde am 30. September 1925 in Linz geboren. Er erlernte den Beruf des Schlossers. Nach der Heimkehr aus dem Krieg besuchte er die Arbeitermittelschule und trat nach der Matura am 28. August 1951 in das Stift Schlägl ein. 1957 wurde er zum Priester geweiht. In seinen ersten Dienstjahren war er Kaplan von Aigen und zugleich mit der Verwaltung der Brauerei beauftragt. Als Pfarrer und Seelsorger wirkte H. Michael in Julbach, Peilstein und 30 Jahre in Pühret. Mit einem dankbaren Herzen schauen wir Mitbrüder auf das Leben und Wirken von H. Michael zurück und danken Gott, dass er ihm ein erfülltes Leben als Priester und Ordensmann geschenkt hat. H. Matthäus ist in Grünau im Pielachtal aufgewachsen, 2005 in das Stift Schlägl eingetreten. Am 13. September 2015 wurde er zum Priester geweiht. Lieber H. Matthäus! Was bewegt dich, wenn du auf die letzten Wochen zurückschaust? H. Matthäus: Ich bin noch immer von Freude und großer Dankbarkeit erfüllt. Freude über das Erreichen meines großen Zieles. Freude darüber, dass dieses Ziel mit „Pauken und Trompeten“ gefeiert wurde. Freude darüber, dass sich so viele mit mir gefreut haben. Freude darüber, dass alles so außerordentlich schön war. Es kommt jetzt die immer mehr in den Vordergrund tretende Dankbarkeit hervor. Ich ringe um Worte, die meine Dankbar- keit irgendwie ausdrücken sollen. Im Grunde genommen bin ich sprachlos angesichts der Gnade, die ich erleben durfte. Wie bist du auf die Idee gekommen, Priester zu werden? Im Februar 2004 bin ich bei einer Schulung einem jungen Ordensmann begegnet. Da wurde ich neugierig, weil ich sah, dass es in der Kirche noch junge Geistliche gibt. Das war die Initialzündung für meine bewusste Auseinandersetzung mit meiner Berufung und die damit verbundene Suche, die mich in das Stift Schlägl geführt hat. Worauf freust du dich als Kaplan in Rohrbach, wo siehst du Herausforderungen? Es gibt viele Herausforderungen: So beginnen Selbstverständlichkeiten des kirchlichen Lebens zu erodieren. Wir müssen auf Umbrüche in der Gesellschaft reagieren. Eine konkretere Herausforderung sind z. B. die H. Matthäus Zuzugsgebiete in der Stadtgemeinde Rohrbach Berg, wo wir als Pfarre noch wenig präsent sind. Eine persönliche Herausforderung besteht im Hineinwachsen in die Pfarre. Über alldem steht aber die Freude. Ich freue mich auf die Menschen. Wir haben als Priester und Seelsorger das Privileg, Menschen von ihrer Geburt an bis auf ihren letzten Weg zu begleiten. Wir sind berufen, die Trauernden zu trösten und mit den Lachenden zu lachen – eine wunderbare Aufgabe. Lasset uns danken dem Herrn, unserem Gott TEXT // H. Prior Lukas 1975 war ein großes und bedeutendes Jahr für unsere Gemeinschaft. Am 10. August wurden fünf Mitbrüder von Bischof Franz S. Zauner in der Pfarrkirche Aigen zum Priester geweiht. Ihre Talente und Begabungen haben sie in den letzten 40 Jahren der Gemeinschaft der Kirche zur Verfügung gestellt und sich in den unterschiedlichsten Bereichen engagiert. H. Gottfried ist Pfarrer in Arnreit und unterrichtete auch Gitarre an der Musikschule. H. Markus leitet seit 28 Jahren die klösterlichen Wirtschafts- Priesterweihe am 10. 8. 1975, Pfarrkirche Aigen betriebe als Kämmerer und wirkt seelsorglich als Pfarrmoderator in Rannariedl. Als Dechant leitet H. Othmar das Dekanat Altenfelden und ist Pfarrer in Schwarzenberg. H. Rupert entfaltet sein großes musikalisches Talent in Lehrtätigkeit an der Uni, als Komponist und Stiftskapellmeister, und H. Ulrich lehrte als Philosophieprofessor an den Unis Linz und Regensburg. Er erforscht in verschiedenen Archiven die Ordensgeschichte. „Für das Vergangene Dank. Für das Kommende Ja.“ Dieses Wort von Dag Hammarskjöld fängt die Wirklichkeit unserer jubilierenden Mitbrüder ein. Ad multos annos! – 7 –


Lumen_2015
To see the actual publication please follow the link above