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In der Männerdomäne des Bierbrauens weht nun frischer Wind. Seit kurzem bestimmt auch eine Frau das Geschehen in der Stiftsbrauerei Schlägl. Karin Thaller gehört zu den ersten diplomierten Bierbraumeisterinnen in Österreich und seit Anfang des Jahres ist sie Teil eines 27köpfigen Teams, 8 Brautechniker unterliegen ihrer Obhut. Bereits mit 14 Jahren erlebte sie ihren ersten Schnuppertag in einer Brauerei, von dort an stand fest, was sie später einmal werden will. So startete Karin nach der Matura eine Lehre als Brau- & Getränketechnikerin und wurde 2016 zur Diplom-Biersommelière und trainiert regelmäßig die Sensorik. Denn die wichtigsten Instrumente der Braumeisterin, das Riechen und Schmecken, können durch keine Maschinen ersetzt werden.

„Bier kann süß, hopfig bitter, fruchtig oder blumig schmecken. Pauschal zu sagen, man mag kein Bier, ist so, als ob man sagt, man mag kein Obst oder kein Gemüse“, meint Karin Thaller.

Karin packt vielseitig an, ob Produktion, Labor, Abfüllung, Präsentationen, Verkostungen oder beim neuen Sudhaus, denn hier ist Ihr Wissen über moderne Brautechnik gefragt.

Umbau neues Sudhaus

Der Umbau geht stetig voran und mittlerweile sind die neuen Sudgefäße an die finalen Positionen gebracht und werden nun in weiterer Folge fertig installiert. Die Arbeiten sind voll im Gange und wir liegen gut in der Zeit. Die Vorfreude auf die Inbetriebnahme und den ersten Sud steigt.

Stell dir vor, du bist auf einer Party und jemand reicht dir ein Bier, das aussieht, als hätte jemand einen Nebelzauber darübergelegt. Du nimmst einen Schluck und plötzlich fühlst du dich wie im Spanienurlaub, irgendwo an einem malerischen Strand. Willkommen in der Welt des NEIPA, oder wie es die Kenner:innen nennen: das Hazy IPA!

Dieses Bier ist wie eine mutige Abenteurerin unter den IPAs. Der Bierstil stammt aus der amerikanischen Ostküste, genauer gesagt aus Vermont und Boston, und hat sich seit den 2010er Jahren auch hier einen Namen gemacht. Schon beim ersten Schluck wird man von einer Welle exotischer Früchte überrollt – Mango, Maracuja, Zitrusfrüchte – alles dabei!  Beim Brauen wird ein Teil vom Hopfen erst spät, kurz vor Kochende hinzugefügt. Der Rest wird Hopfengestopft, also während der Gärung im Gärbottich zugegeben. Das sorgt dafür, dass mehr ätherische Öle und weniger Bitterstoffe im Bier landen. Das Ergebnis? Ein Bier, das so fruchtig und aromatisch ist, dass man fast vergisst, dass man ein Bier trinkt und nicht an einem tropischen Cocktail nippt.

NEIPAs zeichnen sind durch eine satte Trübung aus, welche auch die Mutige zu einem richtigen Hingucker macht. Ganz natürlich unfiltriert sorgt die samtige Textur für ein angenehm weiches Mundgefühl.

Also, das nächste Mal, wenn du ein NEIPA in die Hand bekommst, denk daran: Du hältst nicht nur ein Bier, sondern auch ein kleines Abenteuer in Händen.

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